10. Feb 12
Schildbewehrter Familienzuwachs im Hause Eisy
Neben Zwerghamster, rund 30 Goldfischen und unserer Hunde-Seniorin Bonny fällt weiterer Zuwachs im Hauszoo doch nicht weiter auf, oder?
Mein Mann befasste sich einige Zeit damit, welches Haustier er sich höchstselbst noch anschaffen könnte. Wir legen bei Tierhaltung Wert auf eine möglichst artgerechte Haltung, daher war die Entscheidung nicht ganz einfach. Vögel wollten wir nicht, Nager, Hund und Fische sind bereits vorhanden. Es sollte eher in die Richtung Reptilien gehen, doch mit Bartagamen oder gar einem Leguan konnte ich mich nicht anfreunden.
Schließlich kamen wir auf Schildkröten. Herr Eisy las viel über diese interessanten Tiere, um herauszufinden, welche der Arten zu uns passen könnte und was die auserwählte benötigt. Zunächst war die Sprache von Griechischen Landschildkröten, genauer gesagt von Testudo hermanni boettgeri. Von diesen Tierchen werden fünf Stück im Frühjahr ihren Weg zu uns finden. Der alte Pool in unserem Garten wird für sie zum Freilandgehege umgebaut, 5,4 Tonnen Erde fanden schon ihren Weg dort hinein. Wie man sich denken kann, braucht das Gehege noch weitere Zeit zur nötigen Vorbereitung, außerdem – was viel schwerer wiegt – halten die kleinen Griechen gerade Winterstarre und wachen erst im Frühjahr auf. Beim Züchter sind sie bereits für uns reserviert, bis die Temperaturen weit genug nach oben geklettert sind. Positiv ist, dass der Schildkrötenzüchter nicht allzu weit von uns entfernt wohnt und unsere neuen 5 Freunde persönlich vorbeibringen wird. So darf er sich die künftige Heimat seiner Zöglinge ansehen und gibt vielleicht sogar noch wertvolle Tipps.
Wer ist jetzt schon eingezogen?
So viel kann ich verraten – es ist eine Schildkröte.
Tatsächlich ist es eine Pantherschildkröte, die ihren natürlichen Lebensraum in Afrika hat.  Diese Art hält keine Winterstarre und eines dieser sehr friedfertigen Tiere konnte bei uns daher schon Ende Januar einziehen. Von den Pantherschildkröten gibt es zwei Unterarten, unser Karl, wie wir ihn liebevoll nennen, gehört der kleineren an, die sich Stigmochelys pardalis babcocki nennt. Momentan mimen wir also in seinem Terrarium den afrikanischen Sommer nach, später kommt er mit den griechischen Landschildkröten ins Freigehege, wo für ihn quasi der afrikanische Winter abläuft. Weil die Pantherschildkröten gesellig sind, soll demnächst noch eine zweite seiner Art einziehen. Das dauert wahrscheinlich noch bis in den März hinein, doch dann ist es soweit und Karl bekommt eine  Freundin. Hoffentlich! Denn in seinem Alter und bei seiner Größe ist das Geschlecht noch nicht eindeutig auszumachen.

Ich gebe es zu
Ich stand diesen Plänen anfangs skeptisch gegenüber. Daher bin nicht ich es, die sich mit den Griechen und den Pantherschildkröten auskennt, das überließ ich weitgehend meinem Mann. Natürlich unterstützte ich letzten Endes Herrn Eisys Pläne, sonst hätte er sie nicht in die Tat umgesetzt. Ich meine, wir reden hier von Lebewesen (die leider all zu oft falsch gehalten werden) und nicht von irgendeinem Hobby, das man einfach so wieder fallen lassen kann. Eine solche Entscheidung muss gemeinsam getragen werden, schließlich versorge ich die Tierchen, wenn mein Mann nicht kann. Soweit kenne ich mich denn doch schon mit den Schildkröten aus.
Ich gebe ebenso zu, ich liebe es, Karl zu beobachten, wenn ich die Zeit dazu finde. Ich möchte ihn nicht missen und ich kann es kaum erwarten, bis er einen Artgenossen bekommt. Und ich kann es kaum erwarten, bis der Frühling da ist und die griechischen Landschildkröten bei uns im Garten einziehen werden. Übrigens ist Little Eisy auch schwer begeistert und mag unseren neuen Mitbewohner.
Ich muss sagen:
I’m falling in love!


Mein Name ist Tina und ich freue mich auf dein Feedback! Seit 2007 bin ich glücklich ossimiliert und seit 2008 blogge ich auf unqualifziert.net losgelöst von Konventionen privat als Frau, Mutter und Hundebesitzerin. Als Frau Eisy führe ich mit meinem Mann ein feines Unternehmen und arbeite als Texterin und Autorin.
Hallo Tina
als Quasi-Nachbar (PLZ 06231) bin ich froh das Du doch weiter schreibst.
Es sah ja eine Weile nicht danach aus. Und natürlich wünsche ich viel Spaß mit den Panzer-Trägern, wenigstens flüchten die nicht allzu schnell -;)
Grüße
Thomas
Hallo Thomas,
nee, ich schreibe hier schon weiter, ich habe nur momentan einfach andere Dinge zu bewältigen, die meist wichtiger sind.
Schön, dass du dich darüber freust, Quasi-Nachbar.
Tja, was die Panzerträger anbelangt, in Relation zu ihrer Größe können sie ganz schön Fahrt aufnehmen, wenn sie einen Grund dafür haben.
Grüßle
Tina
Bin jetzt schon Fan vom Karl und freu mich auf das “griechische Update”
Das kommt bestimmt, wenn es warm genug ist.
Grüßle
PS. Leider musste ich deinen Namen und so editieren, du weißt schon warum.
Eine Schildi fand ich auch immer ganz wunderbar aber mich schreckte immer die Bestrahlung ab. War das nicht so das die es warm brauchten und man das mit Lampen machte! Stichwort Strom?
Was ich mir vorstellen kann ist das die Schildi auf jedenfall beruhigt wenn man ihr so zusieht oder?
Ja, sie brauchen Wärme und UV-Licht, letzteres für die Bildung von Vitamin D zum Einlagern des Calciums in den Panzer. Die UV-Lampe muss allerdings nicht ständig brennen, bei 60.000 Lux würden sie Tiere Sonnenbrand bekommen. Als Vergleich: Die Sonne hat 100.000 Lux, wenn ich mich recht erinnere.
Wärme wie Licht wird über Lampen erreicht, wie du schon sagtest. Allerdings gilt das insbesondere für die Pantherschildkröten, da sie im Winter keine Winterstarre halten. Die Griechen dagegen halten eine und sind im Sommer die meiste Zeit draußen im Freigehege. Ebenso dann die Pantherschildkröten. Daher sind die Stromkosten überschaubar. Später wird es für die Afrikaner eher interessant im Winter, weil sie einen relativ großen Platzbedarf über die Jahre erzeugen, in Wohnräumen ist das eben schwieriger als im Garten. Doch das bekommen wir auch hin.
Und ebenfalls ja, es ist beruhigend den Tierchen zuzusehen. Ich freu mich drauf, wenn Karl Gesellschaft hat, denn die braucht er dringend! Und wir haben noch mehr zu gucken.
Dachte ich mir, weil in der Zoohandlung die haben das ganze Jahr “Sonne”! Das sind dann die die keinen Winterschlaf halten! Haustiere zu haben ist schon interessant! Selbst Meerschweinchen können beruhigen!
Hallo,
also ich freue mich für dich und muss sagen, dass eine Schildkröte eigentlich ein sehr schönes Haustier ist. Leider hat mich meine letztes Jahr verlassen, aber im stolzen Alter von über 90 Jahren war das auch okay (war eine griechische). War selbst der dritte Besitzer und durfte mich 20 Jahre lang an ihrer Gesellschaft erfreuen.
Schöne Grüße an Karl und danke für einen kurzen Moment der Erinnerung.
Ich muss ja sagen mir gefallen die auch.
Wobei mir mein Kater wirklich völlig ausreicht.EInen halben Zoo brauch ich dann doch nicht.Wenn man aber den Platz dafür hat finde ich es wirklich schön.
Ich bin gerade durch die Seite von deinem Mann auf dich gestoßen und sofort bei dem süßen Tierchen hängen geblieben – wie klischeehaft, oder?
Faszinierend finde ich es, was ihr alles für euren Neuankömmlinge tut… viele bzw. (behaupte ich mal) die meisten würden einfach ein Terrarium kaufen und gut ist… aber den Pool umbauen, das ist mal engagiert!
Ich hoffe du findest vielleicht einmal die Zeit für ein kleines Update, würde mich brennend interessieren wie sich die anderen fünf Schildkröten eingelebt haben.
Liebe Grüße
Tami