02. Jun 09
Nachruf auf Stina, unsere Zwerghamster-Dame
Das Leben ist vergänglich, das mussten wir am Samstag den 23. Mai 2009 erneut erfahren. Vor allem war es die erste, tatsächliche Begegnung meines achtjährigen Sohnes mit dem Tod.

Unsere geliebte Zwerghamster-Dame Stina segnete das Zeitliche. Mir kam die Nacht reichlich ruhig vor, das Hamsterrad ratterte nicht wie gewohnt. So schaute ich am Samstagvormittag nach, wie es Stina wohl ginge. Da lag sie leider tot auf einem der eingesetzten Käfigböden in ihrem Hamsterkäfig. Ein Trost ist es, dass sie für einen Zwerghamster sehr alt geworden war. Stina war nahezu drei Jahre alt. In den letzten Monaten war sie zudem ruhiger geworden und es war absehbar, dass dieser Tag kommen würde.
Ich erinnere mich, dass ich anfangs gegen einen Hamster war, doch mein damaliger Nachbar hatte meinen Sohn regelrecht darauf angespitzt und ihm bei einer Grillfeier einen versprochen. Ich muss dazu sagen, dass ich meinem Nachbarn schon gesagt hatte, dass ich bereit wäre einen Hamster zu nehmen, wenn alle Stricke reißen würden. Denn Johnny hatte unvermutet Hamsternachwuchs bekommen. Hamster leben in der Regel lieber alleine, somit war es für ihn notwendig welche abzugeben.
Nach dem Grillfest dauerte es rund eine Woche, dann stand Johnny in meiner Wohnung, bepackt mit einem Hamsterkäfig samt Ausstattung – und Zwerghamster! Mein Sohn war aus dem Häuschen und ich schloss den neuen Mitbewohner beziehungsweise die neue Mitbewohnerin schnell ins Herz. Stina hatte ein hamsterwürdiges Leben, sie besaß ein großes, sicheres Hamsterrad und vor allem auch einen tollen Käfig mit viel Platz und Röhren und Hamsterhäuschen. Gute Ernährung mit viel Frischfutter, Eiweißversorgung durch mageren Frischkäse und Trockenfutter waren bestimmt auch ein Faktor, der ihr ein langes Leben bescherte.
An besagtem, schicksalhaftem Samstag sollte mein Sohn von einem mehrtägigen Ausflug heim kommen. Ich überlegte, was zu tun sei. Eine kleine Deko-Schachtel, ausgelegt mit Taschentüchern wurde ihr Sarg, in den ich sie legte. Anschließend wartete sie darin makabererweise in einem leeren Fach im Kühlschrank darauf, von meinem Sohn nochmals gesehen zu werden. Die Kühlung erschien mir sinnvoll, ich wollte nicht, dass sie zu riechen begonnen hätte. Der Kleine war anfangs sehr traurig, aber gutes Zureden, dass sie sehr alt geworden wäre und Erheiterung durch ein „Platin-Hamsterrad im Hamsterhimmel“ (was er nicht glaubte, aber ihn zum Lachen brachte) sorgten dafür, dass er es recht gut verdaute. Außerdem war es für ihn wichtig, sie nochmal zu sehen. Sie sah auch sehr friedlich aus und man hätte meinen können, sie schliefe nur. Der Abschied gestaltete sich auf diese Weise relativ positiv.
Nun nochmal in Erinnerung an die Zwerghamster-Dame, die uns auf den Hamster gebracht hat, ein paar Bilder der süßen Fellkugel. Ruhe in Frieden, Stina!


Zwerghamster Stina
2006 – 2009

Mein Name ist Tina und ich freue mich auf dein Feedback! Seit 2007 bin ich glücklich ossimiliert und seit 2008 blogge ich auf unqualifziert.net losgelöst von Konventionen privat als Frau, Mutter und Hundebesitzerin. Als Frau Eisy führe ich mit meinem Mann ein feines Unternehmen und arbeite als Texterin und Autorin.
Tags: Hamster, Tod
[...] ich mein Vorhaben in die Tat umsetze und Bonny einen Blog-Beitrag widme. Hat es ja sogar unsere Zwerghamster-Dame, wenn auch posthum, auf den Blog geschafft, so ist diese Liebeserklärung an meinen Hund längst [...]